We don’t need no education
März 2, 2008Neue Seite: Schul-Kritik.de
We don’t need no education.
We don’t need no thought control.
No dark sarcasm in the classroom.
Teacher, leave those kids alone.
Hey, teacher, leave those kids alone!
Dieser Song von Pink Floyd, geschrieben um Kritik am englischen Schulsystem zu üben, beschreibt die Einengung der Schüler in ein begrenzendes Lernsystem, in denen die Lehrer zu viele Freiheiten haben, die Schüler zu drangsalieren.
Es passt immer noch gut für die heutige Zeit, da die Probleme die gleichen geblieben sind.
Tags: Kritik, Lyric, Pink Floyd, Schule, Schulsystem, Song
März 3, 2008 um 8:38 Uhr nachmittags
Wie kommst du mit Grace voran?
Bin gespannt….
März 3, 2008 um 9:00 Uhr nachmittags
Habe es schon angefangen, aber es ist kein Buch zum Eben Durchlesen, vondaher könnte es noch ein wenig dauern, zumal ich mich nicht jeden Abend mit diesem Thema beschäftigen kann, manchmal muss ich auch lesen, um ein wenig abzuschalten
März 3, 2008 um 9:16 Uhr nachmittags
Oh, das verstehe ich vollkommen. Das Buch hat mich regelrecht durchgeschuttelt… ich knabbere jetzt noch dran (und es sind mindestens 3 Jahre her, wo ich das gelesen habe!)…
Ich dachte nur, das Lied vom Pink Floyd passt da wirklich gut…
März 5, 2008 um 1:11 Uhr nachmittags
Quatsch. Dieser Song war schon damals Banane und ist es heute auch. Dort wo solche Methoden herrschen, geht doch kein Schwein zur Schule, etwa Eaton oder ähnliches. Die Masse der Schüler leidet wohl eher an irren Klassenstärken und darunter, dass sie eben gar nicht unterrichtet werden, weil unendlich viele Stunden ausfallen. Das die Machtverhältnisse sind wie sie sind, liegt doch nicht an den Lehrern, sondern an den gesetzlichen Vertretern der “Kunden” - genannt Eltern, die sich wiederum o. g. bieten lassen. In Verwaltung und Politik, da sitzen die wahren Machtmissbraucher, nicht im Lehrerzimmer.
März 5, 2008 um 1:45 Uhr nachmittags
Holzi du hast vollkommen Recht, wiegesagt den Lehrern wird zu viel Freiheit gelassen und unsere Politiker schaffen es nicht, gewollt oder ungewollt, ein vernünftiges Bildungsminiserium zu schaffen.
März 6, 2008 um 9:17 Uhr nachmittags
Bezogen auf unser Schulsystem eher überzogen — Schüler haben gerade an deutschen Schulen viel mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten als an den autoritären Institutionen, auf die sich der Song bezog.
Kann es sein, dass Schüler Schule schon per se als Drangsal empfinden, weil sie ihnen das Einhalten von Regeln und den Umgang mit sperrigem Stoff abfordert? Gehört es nicht zum Wesen von Schülern, genau diesen Anforderungen ständig auszuweichen oder sie zu missachten? Und gehört es nicht zu den Aufgaben der Lehrer die ihnen Anvertrauten immer wieder auf diesen Pfad zurückzuführen?
Worauf ich hinauswill: Schule birgt ein enormes Konfliktpotenzial, weil ständig widersprüchliche Interessen aufeinanderprallen. Und das Austragen dieser Konflikte ist auch wichtig, denn wo, wenn nicht im relativ geschützten Raum der Schule, sollen junge Menschen ausprobieren, Grenzen zu überschreiten — mit den entsprechenden Konsequenzen natürlich. Im Leben “da draußen” können unreflektierte Grenzüberschreitungen schon eher fatale Folgen haben. (Das was sich mancher Schüler gegenüber Lehrkräften erlaubt, würde sich ein Arbeitgeber nicht lange bieten lassen.)
Deshalb hilft Jammern über die autoritären und fiesen Lehrer nicht weiter. Überlegt euch lieber Strategien, wie ihr trotz dieser Hindernisse durchs Leben kommt und dabei noch erreicht, was ihr euch vorgenommen habt. (Das soll jetzt kein Aufruf zum Schleimen sein — es gibt auch noch andere Möglichkeiten.)
März 7, 2008 um 12:01 Uhr nachmittags
Wie können wir erwarten, dass junge Menschen sich in einer demokratischen Gesellschaft heimisch fühlen und eine demokratische Kultur entwickeln, wenn sie in der Schule 10 Jahre lang einem undemokratischen System ausgesetzt sind?
März 7, 2008 um 1:37 Uhr nachmittags
>>Das soll jetzt kein Aufruf zum Schleimen sein — es gibt auch noch andere Möglichkeiten.)
<<
Es gibt (seriöse) Untersuchungen, die exakt belegen, dass Schleimer im Berufsleben unglaublich weit kommen, im Gegensatz zu Selbstdarstellern bspw.. Das ist einfach ein Stück Evolutionsbiologie. Kein Mensch verträgt in Wahrheit Kritik, jeder geht tatsächlich bei Widerspruch o. ä. erstmal in Verteidigungsstellung. Wollte man also die moderne Arbeitswelt (Jobangst, Termindruck, Mobbing) auf die Schule einmal reel übertragen, muss man nur endloses social competence Gefasel einstudieren und dem Kollegium kräftig und (wichtig!)regelmässig den Bauch pinseln. Ich garantiere bessere Noten, besseres Klima, mehr Freiheiten. Richtig, das ist eine einzige Heuchelei, aber hey, Kinders, das Leben ist kein Zuckerschlecken.
März 7, 2008 um 4:31 Uhr nachmittags
“Es gibt (seriöse) Untersuchungen, die exakt belegen…”
Quelle?
März 9, 2008 um 5:43 Uhr nachmittags
Ich meine auch, letztens von einer “seriöse” Untersuchung gelesen zu haben, die behauptete, Schwätzer kämen am weitesten… irgendwo im Berufsteil der Süddeutschen… oder im Panorama des Spiegels… oder im Wissenschaftsteil von Focus… solche Studien backt man zuhauf. Genausogut kann man sich aufs Horoskop verlassen.