Studien an Schulen, Fluch oder Segen?
Februar 5, 2008Achtung - Neue Seite: Schul-Kritik.de
Schüler sind heutzutage ja Hauptzielgruppe von Fersehen, Film, Werbung und allen, die irgendwie mit dem Leichtsinn der betreffenden Geld machen wollen. Doch auch für andere sind Schüler interessant. Für die Universitäten zum Beispiel. Immer wieder werden Umfragen oder Tests an Schulen durchgeführt, die dann für verschiedene Studien herhalten müssen. Oder es wird untersucht, wie fähig die Schüler auf einem betsimmten Gebiet sind, Doch inwiefern sind diese Studien dann auch stichhaltig und spiegeln die Tatsachen wieder. Inwiefern funktioniert der Test?
Nehmen wir beispielsweise das Projekt Medienkompetenz macht Schule, der Uni Mainz, das kürzlich begonnen hat. Bei diesem Projekt müssen alle Schüler von 10 ausgewählten Schülern eine Umfrage ausfüllen, die auf etwa 40 Minuten ausgelegt ist. Ohne Auswertung für den jeweils ausfüllenden. Dies ist der erste Kritikpunkt: Wenn es sozusagen für den Schüler “um nichts geht”, warum soll er die Fragen dann ersnthaft beantworten? Mit Sicherheit tut das nicht jeder. Als nächstes fällt auf, dass es bei jeder Frage die Antwortmöglichkeit “keine Angabe” gibt. Nun, das mag vielleicht zu Anonymität verhelfen, oder peinliche Aussagen ersparen, aber verleitet sicher den ein oder anderen dazu, sich schnell durchzuklicken und den Rest der Stunde im Internet zu surfen, etc.
Weiterhin bleibt zu bemängeln, dass es für alle Schüler der Schule den gleichen Fragebogen gibt. Das wird bei Fragen wie “Deine Freunde laden dich ins Kino ein, der Film den sie sehen wollen ist aber erst ab 16 Jahren freigegeben. Was tust du?” zum Problem. Bei dieser Frage denkt vielleicht der 6. Klässer nach, aber was soll dazu ein Fast-Abiturient sagen? Hier müsste man entweder die Fragestellung ändern, oder das Alter anpassen. Außerdem ist für viele Schüler (gerade da das Ganze an Gymnasien abläuft) klar, welche Antworten die “richtigen” sind, d.h., was sie antworten sollten, um gut dazustehen.
Letztendlich habe ich persönlich den Fragebogen zwar gewissenhaft und ausführlich beantwortet, aber nur 15 Minuten gebraucht. Für viele Schüler war diese Stunde wohl eher eine lustige Abwechslung (einge beantworteten die Fragen bewusst “lustig”; sprich falsch), da auch kein Lehrer die Aussagen überprüft, oder sonstwer sie damit in Verbindung bringt. All das verfälscht natürlich die Ergebnisse der Umfrage und wirft die Frage auf, ob diese überhaupt sinnvoll sind, wie sie in diesem Beispiel ablaufen.
Die Ergebnisse werden zumindest mit Spannung erwartet. Die Schulen dürfen sich übrigens jetzt schon “Medienkompetenzschulen” nennen und bekamen als Dank für die Teilnahme an die 100 Laptops.
Tags: Lehrer, Schüler, Schule, Projekt, Werbung, Studien, Uni Mainz, Fernsehen, Fluch, Segen

Februar 6, 2008 um 11:38 Uhr vormittags
LOL!! Diese Fragenbögen sehen deshalb so aus, weil sie von irgendwelchen armen Schweinen an bedeutungslosen Uni-Instituten gefertigt werden müssen. Schaut euch mal universitäre Forschung im D des Jahren 2008 an. Lächerlich verschult mit Massen von Leuten die bei irgendeinem Prof den Diener machen müssen um vorwärts zu kommen. Für sehr wenig Geld und mit nicht nennenswerter finanz. Ausstattung. Die müssen sich nur irgendwie beschäftigen, das ist alles. Führt einfach mal ein vier Augen-Gespräch mit den Machern dieser Studie.
Februar 11, 2008 um 7:41 Uhr nachmittags
Ob studien nützen oder nicht ist so eine Frage. Aber der durchschnittliche Schüler freut sich meiner Meinung nach, wenn jemand kommt und ihm einen Fragebogen gibt. Ich meine ab und zu darf in der Schule doch auch etwas für die Wissenschaft gemacht werden ;-). Außerdem: Lieber 45min Fragebogen als 45min Nichts (oder das andere da)…