Kritik von “Eine Schule für Alle”

Januar 1, 2008

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“Liebe Schulblogger,
schade das Ihr unsere Vorschläge für ein gerechteres Schulsystem so schlecht macht. Vielleicht hättet Ihr die Argumentationspapiere auf unserer Seite doch etwas intensiver lesen sollen. Aber dazu habt ihr ja noch reichlich Gelegenheit. Denn wir gehen jetzt gestärkt die zweite Runde an.”

Dieses Zitat ist dem Kommentar von Claus Metzner zu unserem Beitrag über das Projekt “Eine Schule für alle” aus Hamburg entnommen. Herr Metzner gehört anscheinend zu der Projektleitung.

Wir freuen uns sehr über Kritik, und so wollen wir in diesem Artikel auf seinen Kommentar eingehen. Da allerdings in dem Kommentar von Herr Metzner keinerlei Argumente bezüglich unseres Beitrags genannt werden, sondern nur vom “Schlechtmachen” der Vorschläge die Rede ist, möchten wir nun näher auf die genannten Argumente des Projekts eingehen, die man sich hier genaustens ansehen kann.

“Eine Schule für alle grenzt nich aus”

Von außen gesehen herrscht im aktuellen Schulsystem natürlich eine Art “Ausgrenzung” bzw. “Abgrenzung”. Ein tolerantes Miteinander, wie sie dort gefordert wird, ist aber auch so möglich. Schließlich optimiert eine grobe Einteilung die Möglichkeiten gemeinsam miteinander zu lernen. Denn durch ähnliche Interessen ist eine gemeinsame Verständigung eher möglich. Wir glauben, dass sich Intoleranz bei einer “Gemeinschaftsschule” eher verstärken würde und es vermehrt zu einer Art Gruppenbildung kommen würde.

“Eine Schule für alle ist zeitgemäßer und wirtschaftlich notwendig”

Wir stimmen den Machern des Projekts zu, dass das deutsche Schulsystem zu einseitig ist und viele Schüler in der Masse untergehen und das Potenzial nicht ausgeschöpft wird und Schüler vernachlässigt werden. Dennoch ist es unserer Meinung nach nicht die Lösung, wenn man nun alle “in einen Topf wirft”. Man sollte den Schülern zwar mehr Raum für Eigenentwicklung geben, aber dies im “abgregrenzten” System, dass die eigene Entfaltung sogar noch verstärken kann.

“Eine Schule für alle ist leistungsfähiger und gerechter”

Zuerst muss klargestellt werden, dass wir auch der Meinung sind, dass es nicht gut ist, wenn Schüler nach “dumm” und “schlau” abgestempelt werden. Aber die Lösung kann keine Gemeinschaftsschule sein. Wir, Schüler an einem Gymnasium, erinnern uns gut an die Zeiten in der Orientierungsstufe, in der alle Schüler gemeinsam unterrichtet wurden. Die Nachteile waren unübersehbar: Die Erfolgreichen waren unterfordert und diejenigen, die nicht so viel Erfolg hatten wurden dadurch noch stärker unter Erfolgsdruck gesetzt.

Wir, das Team von Schul-Blog haben auch sehr viel am derzeitigen Schulsystem auszusetzen. Dies ist ja der Grundgedanke des Blogs. Wir wünschen uns auch viele Verbesserungen die bei “Eine Schule für Alle” angestrebt werden. Jedoch halten wir die Durchführung für zweifelhaft, sind aber dennoch gespannt wie sich das Projekt entwickelt und wünschen viel Erfolg.

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5 Antworten zu “Kritik von “Eine Schule für Alle””

  1. Stefan Sagt:

    Ich persönlich habe vielmehr etwas daran auszusetzen, in welcher Form die Lehrer unterrichten.
    In den meisten Fällen gehen die Lehrer ihren Stoff aus ihrem ersten Unterrichtsjahr immer wieder durch. Ohne jegliche Veränderung.

    Desweiteren sind die Lehrpläne vielmals veraltet. Besonders die Naturwissenschaftlichen Fächer sowie Religion werden meistens nur unzureichend Unterrichtet.

    Natürlich sind meine Erfahrungen subjektiv. Allerdings kann man das verallgemeinern, da deutschlands Schulen nach ein und demselben Prinzip arbeiten.

    Welche Art von Schüler waren wohl die Lehrer? Ich habe sie meistens als die Art kennengelernt, die selbst nur durch Konditionierung zum Lernerfolg gekommen sind.

    Diese Art von Lernen ist aber gerade in einer Reizüberfluteten Lebensgesellschaft nicht mehr Zeitgemäß.

  2. Schul-Blogger Sagt:

    Nochmals Hallo!

    Und wieder stimmen wir dir zu ;)

    Lehrer sollten ihren Beruf “leben”, stattdessen reden sie einfach nur den vorgegeben Stoff herunter, der schon seit Jahren oder Jahrzenten so unterrichtet wird und nur wenig mit der aktuellen Sitation zu tun hat.

    Du hast recht, ein Großteil der Schüler spickt auch deshalb bei den Klausuren, da einfach nur reine Theorie unterrichtet wird, anhand derer sich Schüler nur wenig vorstellen können.

    Die Schul-Blogger

  3. Wochenrück- und Ausblick « www.Schul-Kritik.de Sagt:

    [...] Gemeinschaftsschule auseinander. Die betroffenen reagierten sogar, als wir uns jedoch näher damit auseinander setzten wollten, blieben weitere Reaktionen bis heute aus, schade eigentlich. Stattdessen wurden wir über [...]

  4. Aktuell: “Eine Schule für alle” nimmt erste Hürde « www.Schul-Kritik.de Sagt:

    [...] Wir berichteten 1 ; 2 [...]

  5. » Blog Archive » Wochenrück- und Ausblick Sagt:

    [...] Gemeinschaftsschule auseinander. Die Betroffenen reagierten sogar, als wir uns jedoch näher damit auseinandersetzten , blieben weitere Reaktionen bis heute aus, schade eigentlich. Stattdessen wurden wir über ein [...]

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